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Mit Template smart auf’s Papier: Paper Prototyping einer App

Letzte Woche hatte ich wieder die Gelegenheit, eine Gruppe erfahrener Entwickler mit verschiedenen Usability-Strategien vertraut zu machen. Nachdem wir uns mit den Grundlagen beschäftigt haben, ging es nun an die Praxis. Am Beispiel eines fiktiven Online-Kochbuchs galt es User Stories zu sammeln, Storyboards zu entwickeln, Wireframes zu skizzieren und den Entwurf anhand ersten Usability-Tests zu validieren.

Beim Mittagstisch wurde schon mal nebenbei über Prototyping gesprochen. Es müssten schon klickbare und navigierbare Prototypen sein. Sonst bringe das nichts. So in diesem Tenor äußersten sich verschiedene Teilnehmer. Ich habe das nicht weiter kommentiert, sah aber schon eine echte Herausforderung auf mich zukommen. Dem Paper Prototyping wurde also eine gewisse Skepsis entgegen gebracht. Es hilft nichts. Augen zu und rein ins kalte Wasser!

Die User Stories sind schnell gesammelt. Ja die Ideen sprudeln so flott, dass sie von drei Personen parallel aufgenommen werden müssen. Da stecken nun also die Anforderungen für das Online-Kochbuch an der Pinnwand und jeder kennt den Leistungsumfang. Von Rezeptaufnahme, Bewertung, Zutatenbasierte Suche, Integration mit Social Media wie Twitter, Facebook und G+, Einkaufsliste bis hin zur Einbindung von Spendenmöglichkeiten mit Micropayment ist alles dabei.

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Usability-Schulung bei msg systems AG

Am Freitag hatte ich die Gelegenheit, die msg systems AG in die Usability-Thematik einzuführen: Ein Tag Usability

Das war ein spannender Tag mit zwölf tollen Teilnehmern und viel Spaß. Neben den Grundlagen haben wir uns auch mit den ökonomischen Aspekten beschäftigt. Usability rechnet sich nämlich. Wir haben den Return On Investment hinsichtlich folgender Dimensionen beleuchtet:

  • Entwicklungskosten
  • Schulungsaufwand und
  • Produktivität

4 Usability Strategien

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Philippe Back spricht mit Bernd Lohmeyer: Nutzen zentrierter Beratungsansatz und Usability

Philippe Back hat mit mir ein Interview über meinen Nutzen zentrierten Beratungsansatz geführt. In dem Gespräch versuche ich darzustellen, wie ich Unternehmen durch die Kombination von Geschäftsprozessanalyse und Usability helfe, ihre Kundenbindung und die Produktivität ihrer Mitarbeiter zu steigern. Dadurch lassen sich enorme Optimierungspotenziale hinsichtlich des Return On Investment (ROI) entwickeln und ausschöpfen.

Ein paar Stichpunkte:

  • Konzentriere Dich zuerst auf die wirklichen Geschäftsanforderungen.
  • Finde dafür Lösungen, die die Anforderungen erfüllen und einfach zu bedienen sind.
  • Stelle mit Usability Tests sicher, dass das Design wirklich einfach zu bedienen ist.

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Ein weiteres Missverständnis: Usability Tests sind teuer

In einem vorigen Artikel schrieb ich schon über verschiedene Usability-Missverständnisse (Usability – Schluss jetzt mit den Missverständnissen!). Ich möchte die Sammlung noch ein wenig erweitern.

Gerne werden an allen Ecken und Enden Kosten gespart. Und da wird gerne auf Usability Tests verzichtet: „Das hat ja schließlich ein guter Designer entworfen…“ Nun, auch Designer sind nur Menschen und können Fehler machen. Die sollte man schon aus Gründen des Investitionsschutzes frühestmöglich aufdecken. Und dazu sind eben Usability Tests da. Doch nun zu den Kosten. Denkt man an solche Tests, fallen häufig Stichwörter wie Usability Labor, Eye Tracking, Erhebungskampagnen, statistische Validierung etc. Ja, das kann alles dazu gehören – muss es aber nicht. Die Buchung und Beauftragung eines professionellen Usability-Labors ist kostenaufwendig. Aber selbst das lohnt sich in den meisten Fällen. Ich möchte hier aber zwei sehr einfache Testmethoden vorstellen, die mit wenig Aufwand durchzuführen sind und dennoch wertvolle Erkenntnisse liefern.

Papierprototypen-Test

Wie zuvor schon kurz erwähnt braucht man für diesen Test noch nicht mal lauffähigen Sourcecode. Es reichen Papierskizzen, die man aus dem Entwurfsprozess (frühe Konzeptionsphase) extrahiert. Diese Skizzen (Mockups) fallen da ja eh an, da man anhand dieser die Benutzerinteraktion durchdenkt und visualisiert. Nun überlegt man, welche Szenarien man mit welchen Nutzern überprüfen möchte. Man wählt die entsprechenden User Interface-Skizzen aus und lädt die Testteilnehmer ein. Eine Auswahl von fünf bis sechs Testteilnehmern sollte reichen. Mehr Teilnehmer erhöhen den Erkenntnisgewinn in der Regel nicht. Und statistisch belastbare Aussagen wird man auch mit 20 Teilnehmern nicht erreichen. Darum geht es aber auch gar nicht. Und wer keine sechs Teilnehmer „loseisen“ kann, beschränkt sich eben auf zwei. Lieber einen kleinen Test machen als gar keinen!

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