Ohne UML in die Word-Falle

Über das Management in der UML-Falle habe ich bereits geschrieben. In dem Artikel habe ich darzustellen versucht, dass es eine große Gefahr birgt, wenn man sich in großen Projekten im Rahmen einer Spezifikation auf die Erstellung von UML-Diagrammen beschränkt und auf detaillierte textliche Erklärungen verzichtet. Man hat zwar schöne Fachklassen- und Use Case Diagramme, die gute Übersichten liefern. Die fachlichen Details – und die sind spätestens für die Entwickler unverzichtbar – gehen aber verloren.

Das andere Extrem

Doch es gibt auch das andere Extrem: den Versuch einer kompletten Fachspezifikationen in einem einzigen Dokument. Und das auch noch ohne grafische Übersichten.

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Hamburger Hochbahn verwundert mit mehr Umwelt durch Hybrid-Technologie !?

Derzeit werden die Nobelpreise vergeben. Doch wer hätte es geahnt: Die Kommission zur Vergabe dieser begehrten Auszeichnung hat den wahrhaft würdigen Gewinner der diesjährigen Runde übergangen.

Nach langen Jahren bin ich mal wieder in Hamburg unterwegs. Und da fällt mir auf, der Hochbahn Hamburg gebührt eigentlich höchstes Lob und Anerkennung! Warum? Die Hochbahn Hamburg vermag es durch den Einsatz bisher unbekannter Hybrid-Technologie, die Umwelt zu multiplizieren. Sehen Sie selbst den Fotobeweis: „Hybrid: Weniger Sprit. Weniger Abgase. Mehr Umwelt.“

Hamburger Hochbahn: "BusBus" mit mehr Umwelt

Hamburger Hochbahn: "BusBus" mit mehr Umwelt

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Halb leer oder halb voll? Je nach Kontext!

Die Frage, ob das Glas halb leer oder halb voll ist, scheint müßig, offenbart aber ein Verständnisproblem. Und das impliziert auch ein Usability-Problem. Um genau zu sein, es ist ein Content Usability-Problem.

Doch wenden wir uns der Frage zu. Je nach dem, ob man den Füllstand des Glases als halb voll oder halb leer bezeichnet, wird man als Pessimist oder eben als Optimist beurteilt. Für den Pessimisten ist das Glas halb leer, der Optimist beschreibt es als halb voll. So scheint jedenfalls das allgemeine Verständnis zu sein.

Kürzlich führte ich eine teilweise sehr engagierte Diskussion um genau diesen Punkt. Ich konnte die Frage beim besten Willen nicht eindeutig beantworten. Irgendetwas fehlte da noch…

Ohne Kontext kein Urteil

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Das User Interaction-Masterdocument

Ist es Euch auch schon mal passiert: Da wird eine Änderung einer bestimmten Funktionalität diskutiert, Ihr habt ein mulmiges Gefühl dabei. Irgendetwas ist faul. Ihr wisst genau, wenn ich dem jetzt zustimme, hat das Auswirkungen auf einige Storyboards…

Warum? Weil eine Funktionalität diskutiert wird, die ein oder mehrere User Interaction Patterns betreffen, die Ihr im längeren Projektverlauf mühsam entwickelt und abgestimmt habt. Und jetzt soll diese Änderung vorgenommen werden!

Was bedeutet das denn nun wirklich? Wäre es da nicht schön, wenn man eine zentrale Stelle im Projekt hätte, die darüber Auskunft geben könnte. Tja, genau diese Stelle sind wir als verantwortliche User Interaction Designer normalerweise. Doch, Hand auf’s Herz. In einem Projekt, das seit einem Jahr läuft kann man sich nicht mehr an jeden Entscheid erinnern, der irgendwann getroffen worden ist. Jetzt könnte man einen Stapel von Protokollen durchsehen – oder den Styleguide befragen. Das erste ist zu langwierig, das zweite ist zu allgemein. Man könnte auch alle Storyboards durchsehen. Da steht ja drin, wie User Interaction laufen soll (siehe hierzu Storyboards: Eine Erfolgsgeschichte). Doch dazu fehlt die Zeit.  Also: keine Antwort, nur ein schlechtes Bauchgefühl. Weiterlesen

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Management in der UML-Falle

Der Titel ist provokant. Das ist mir bewusst. Ich möchte zeigen, dass der unreflektierte Glaube in UML-Modelle zu einem echten Problem im Projekt führen kann. Und das droht besonders bei einem zeitlich engen Projektplan. Also genau dann, wenn man geneigt ist, es bei UML-Diagrammen zu belassen.

Der Werkzeugkasten UML

Die Unified Modelling Language –kurz UML- ist an sich gar nicht schlecht. Ganz im Gegenteil. Sie fasst verschiedene grafische Werkzeuge und Notationen für die Spezifikation von Software zusammen. Dazu gehören sehr unterschiedliche Diagrammtypen wie beispielsweise Aktivitäts- und Sequenzdiagramme zur grafischen Darstellung von Abläufen oder unterschiedliche Klassenmodelle zur Zerlegung der realen Welt in handhabbare Objekte. Und wie das bei Modellen eben so ist, haben sie Vor- und Nachteile. Einerseits machen sie die schier unvorstellbare Komplexität der echten Welt fassbar, andererseits laufen sie aber auch Gefahr, die Realität zu sehr zu vereinfachen oder zu oberflächlich zu betrachten. Wie hilfreich ein Modell wirklich ist, hängt letztlich von dem Modellierer ab – und der Fähigkeit des Empfängers, es richtig zu lesen und zu interpretieren.

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Storyboards: Eine Erfolgsgeschichte

Was sind Storyboards?

Storyboards sind Geschichtenbretter – jedenfalls wörtlich übersetzt. Ok, wir malen die nicht auf Holz. Storyboards beschreiben die Umsetzung eines fachlichen Anwendungsfalls in eine konkrete Software-Benutzeroberfläche. Beschreibt ein Anwendungsfall (Use Case) die rein fachlichen Abläufe (z.B. Anlegen eines Kontos), so beschreibt das entsprechende Storyboard, wie das in der Software-Oberfläche vor sich geht.

Herkunft

Storyboards verbindet man eher mit der Erstellung von Trickfilmen oder der Planung von Werbespots. Verschiedene Scribbles (flüchtige Skizzen) werden mit Pfeilen und Symbolen miteinander verbunden. Ziel ist es, eine Geschichte zu erzählen und den Ablauf der Geschichte zu verdeutlichen. Nun, da hat die gute alte IT-Welt mal von so neumodischem Kram wie Zeichentrick und Werbung gelernt. Wobei ich mir jetzt gar nicht so sicher bin, ob Storyboards nicht schon viel früher im Filmgeschäft eingesetzt wurden. Das Ziel sollte dasselbe gewesen sein: eine Geschichte erzählen. Wie dem auch sei, die Storyboards haben in die IT Einzug gehalten. Weiterlesen

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Das Web-Etwas als Eierlegendewollmilchsau

Als Berater werde ich häufig mit der Frage nach meinem Profil konfrontiert. Das ist ja auch erstmal sehr gut so. Wäre ja schlimm, wenn keiner nach mir fragte. Dann sehe ich einen Auszug aus dem Anforderungsprofil – und rolle mit den Augen.

Da wird nach einem Oberflächenentwickler gesucht, der ausgewiesene Expertise in den Bereichen Usability und Web Accessibility haben soll. Andererseits wird auch mal nach einem GUI-Designer gesucht, der von JavaScript bis php so ziemlich alles beherrscht, was an Scripting-Sprachen auf dem Markt ist. Natürlich das alles kombiniert mit zehn Jahren Erfahrung im Rational Unified Process (RUP) und UML 2.0.

Was wird da eigentlich gesucht? Die Eierlegendewollmilchsau! Keiner wird sagen, dass er das alles gleichermaßen beherrscht. Wie kommt das? Es sind Qualifikationen aus ganz unterschiedlichsten Professionen, die da zusammengeworfen werden.

Stellt Euch folgende klassische Stellenausschreibung vor:
Gesucht wird ein Zimmermann mit erwiesener Erfahrung als Möbelbauer, insbesondere Entwurf und Umsetzung von Intarsien unter Berücksichtigung konstruktiver Gebäudemerkmale.

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Impressum

Angaben gemäß § 5 TMG:

Bernd Lohmeyer
Mellenbergweg 47
22359 Hamburg

Kontakt:

Telefon: +49 176 10 40 89 60
E-Mail: lohmeyer@lohmy.de

Umsatzsteuer-ID:

Umsatzsteuer-Identifikationsnummer gemäß §27 a Umsatzsteuergesetz: DE 278134631

Verantwortlich für den Inhalt nach § 55 Abs. 2 RStV:

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