Geschäftsprozessanalyse
Ziel: Das Projekt ist inhaltlich klar beschrieben.
Bevor der Designer seine Arbeit beginnen kann, muss das zu entwickelnde System fachlich genau spezifiziert werden. Das erfolgt in der sogenannten Geschäftsprozessanalyse (auch Business Process Analysis). Dabei werden Anforderungen aufgenommen, fachliche Geschäftsabläufe analysiert/optimiert und spezifiziert.
Kurz:
- Das Ergebnis der Geschäftsprozessanalyse beschreibt also, wer macht mit dem System was.
Die Geschäftsprozessanalyse beschreibt aber nicht, wie das erfolgen soll. Das ist Aufgabe der Designer und IT-Architekten. Das Ergebnis der Geschäftsprozessanalyse muss also unabhängig von der später gewählten Umsetzung nach wie vor gültig sein.
In der Praxis stoße ich immer wieder auf Systemspezifikationen, die einerseits zu vage und an anderer Stelle hingegen zu vorwegnehmend sind. Formulierungen wie “Der User öffnet eventuell beliebig viele…” sind nicht determiniert. Ich kann so etwas nicht gestalten, und ein Entwickler kann das nicht programmieren. Aussagen wie “Der User klickt auf den OK-Button…” sind andererseits zu speziell. Sie nehmen schon die Lösung vorweg. Stellen Sie sich vor, die Designer entscheiden sich für ein sprachgesteuertes System. Dann wird es gar keine grafische Oberfläche (ergo keine Buttons) geben. Das Design ließe sich also nicht mehr anhand der Aussagen der Geschäftsprozessanalyse überprüfen.
Aus diesem Grund beschäftige ich mich intensiv mit der fachlichen Beschreibung komplexer Systeme. Dabei breche ich in interdisziplinären Teams verkrustete Strukturen auf und optimiere Prozesse umfassend, ohne durch den Blickwinkel eines typischen Branchenspezialisten eingeschränkt zu sein: “Dass wir das schon immer so gemacht haben, ist kein Garant dafür, dass wir das schon immer richtig gemacht haben.”
Sie finden in der Rubrik Projekte Beispiele, die ausschließlich die Geschäftsprozessanalyse zum Gegenstand haben.
Geschäftsprozessanalyse beinhaltet:
- Business Process Management (Anforderungen, Stake holder, Organisationsstrukturen)
- Geschäftsprozessoptimierung
- Beschreibung der Use Cases (gemäß Alister Cockburn)
- Business Process Modelling (BPMN, UML)
- Fachklassenmodellierung (Domain Class Modelling)



