Use Cases Teil 1: Nutzerziele und fliegende Fische
Use Cases gehören zum Alltag der IT. Kein größeres Projekt kommt ohne sie aus. Die ganze Welt schreibt Use Cases. Wirklich? Dass ich diesen Artikel schreibe, mag erkennen lassen, dass ich da meine Zweifel habe. Meine These: Viele sogenannte Use Cases sind gar keine. Ich möchte im Folgenden darstellen, wie ich dazu komme. Da das Thema umfangreich ist, teile ich die Betrachtung in zwei Artikel auf:
- Differenzierung zwischen Nutzerziel und Unterfunktion.
- Wie beschreibe ich ein Nutzerziel (Use Cases Teil 2: Pure Fachlichkeit ist keine Lösung – aber ein gutes Problem).
Der Begriff Use Case lässt sich im Deutschen am besten mit Anwendungsfall übersetzen. Hier passt die wortgetreue Übersetzung sogar ganz gut. Ein Use Case beschreibt, wie ein Nutzer (Aktor) mit einem System in Interaktion tritt, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen. Wenn ich hier vom Erreichen eines Ziels spreche, so steckt dahinter zweifelsohne eine Intention. Und die können nur Menschen bzw. Gruppen von Menschen haben. Genau genommen können Use Cases aber auch die Interaktion zwischen verschiedenen Systemen beschreiben. Diese spezielle Form von Use Cases möchte ich hier nicht diskutieren. Mir geht es an dieser Stelle ausschließlich um die Use Cases, die beschreiben, wie ein menschlicher User mit einem System interagiert, um ein fachliches Ziel zu erreichen. Warum ich das fachliche Ziel hervorhebe, lege ich später dar. Weiterlesen



